Stoffrecht: Systematisches Rechtsgebiet oder unkoordinierte Normproduktion?
Wie selbstverständlich wird vom Stoffrecht als einem eigenständigen Rechtsgebiet gesprochen. Doch seine inhaltliche Systematisierung will auch mehr als 40 Jahre nach Beginn seiner europäischen Harmonisierung noch immer nicht gelingen.
Undeutlich ist vor allem die Ordnungsidee des Stoffrechts. Sie scheint in der Charakterisierung der betreffenden Substanzen als „chemisch“ und mithin im naturwissenschaftlich-technischen Bereich zu liegen. Der Beitrag versucht eine Skizzierung derselben. Denn nur wenn die Rückbindung des Stoffrechts hieran gelingt, bleibt für den rechtsstaatlich bedenklichen Verdacht der unkoordinierten Normproduktion kein Raum. Erforderlich ist mithin das interdisziplinäre Zusammenwirken von Naturwissenschaftlern und Juristen.
Autor(en)
Dipl.-Informationswirtin Chemie Stefanie Merenyi
Contentpartner
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH
Publikation
StoffR 04 / 2011 (August 2011)
Verkaufspreis
€ 25,00