Grüne Tonne plus – Eine kommunale Wertstofftonne im Rhein-Neckar-Kreis
Nun zeigt aber die derzeitige bundesweite Diskussion, dass je nach Standort sowohl unter einer Wertstofftonne als auch bei der Frage nach der Systemträgerschaft für eine derartige Tonne Unterschiedliches verstanden wird und damit keineswegs eine Einheitlichkeit in der Betrachtungsweise vorhanden ist. Welche Stoffe sollen in die Wertstofftonne im Spannungsverhältnis zu den Dualen Systemen und wer soll der Systemträger werden, die kommunale Seite oder die Dualen Systemträger bzw. die gewerbliche Entsorgungswirtschaft.
Fragen, auf die Antworten gegeben werden müssen und dies nach Möglichkeit im laufenden Gesetzgebungsverfahren. Ob dies gelingen wird, werden die nächsten Monate zeigen. Zumindest bleibt die Erwartung, dass in dem anstehenden Planspiel des BMU viele Fragen geprüft werden. Eine solche kommunale Wertstofftonne wird bereits seit 1986 erfolgreich im Rhein- Neckar-Kreis, dem einwohnerstärksten Landkreis Baden-Württembergs und dem drittgrößten Landkreis der Bundesrepublik, eingesetzt. In diesem System des Rhein- Neckar-Kreises, der sogenannten Grünen Tonne plus, werden Verpackungen, stoffgleiche Nichtverpackungen, Metalle sowie Papier, Pappe und Kartonage gemeinsam erfasst, in einer eigenen Sortieranlage für Sekundärrohstoffe in einzelne Fraktionen getrennt und anschließend der Verwertung zugeführt. Die Grüne Tonne plus des Rhein-Neckar-Kreises geht also deutlich über die vorstehenden Vorstellungen einer gemeinsamen Erfassung von Verpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen hinaus.
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© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
23. Kasseler Abfall- und Bioenergieforum (2011) (April 2011)
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