Zur Bedeutung des Stoffrechts für das Sportrecht und den Sport
Um das Verhältnis zwischen dem Stoffrecht und dem Sportrecht herauszustellen, bedarf es zunächst einer Definition der beiden Rechtsgebiete. Im Anschluss erfolgt eine Analyse der Rechtsprechung und der Literatur, die seit 2004 in der „Zeitschrift für Stoffrecht“ (StoffR – lexxion Verlag Berlin1) veröffentlicht wurde. Dadurch wird deutlich, in welchen Bereichen Einflüsse des Stoffrechts für den Sport und das Sportrecht eine Rolle spielen. Im Fazit wird unterstrichen, dass dem besonderen Stoffrecht dabei eine zunehmende Bedeutung zukommt.
Nach aktuellen Erhebungen betreiben in der Bundesrepublik Deutschland ca. 66 % der Erwachsenen Sport und ca. 27 Millionen Menschen sind Mitglieder in Sportvereinen.2 Bei medialen Massenveranstaltungen (z.B. Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika) interessieren und identifizieren sich zusätzlich große Teile der Bevölkerung mit dem Sport, auch wenn sie selbst sportlich nicht aktiv sind. Sport wird als „größte Bürgerbewegung“ in der Bundesrepublik Deutschland bezeichnet.3 Ein fairer und „sauberer“ Sport dient der Völkerverständigung, der Identifikation, dem Gesundheitsschutz, der Integration4, der positiven Entwicklung von Kindern und Jugendlichen etc.
Autor(en)
Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Markus Parzeller
Contentpartner
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH
Publikation
StoffR 04 / 2010 (September 2010)
Verkaufspreis
€ 25,00