Gefährdung durch Wasserstoff und Ammoniak auf Schlackendeponien?

In der Bodenluft von Schlackendeponien werden oft hohe Konzentrationen an Wasserstoff und Ammoniak nachgewiesen. Verschiedene Faktoren beeinflussen die Produktion von Wasserstoff und Ammoniak, insbesondere der Metallanteil in der Schlacke spielt dabei eine gewichtige Rolle.

Gefahren durch Wasserstoff sind hauptsächlich Verpuffungen und Explosionen. Ammoniak dagegen wirkt toxisch. In frischer Schlacke wurden Ammoniakkonzentrationen > 20.000 ppm NH3 nachgewiesen. Die maximale Arbeitsplatzkonzentration (MAK) beträgt 20 ppm NH3! Die Kenntnisse über die Wasserstoff- und Ammoniakproduktion in Schlacke sind gering. MVA- und Deponiebetreiber sollten sich der Gefahren bewusst sein, um die Arbeitssicherheit ihrer Angestellten gewährleisten zu können. Zudem hat Wasserstoff möglicherweise auch das Potential für eine zukunftsorientierte energetische Verwertung. Vermehrte wissenschaftliche Untersuchungen wie auch praktische Erfahrungen könnten die Kenntnisse über Wasserstoff und Ammoniak in Schlackendeponien erweitern.
Autor(en)
P. Oester
Contentpartner
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft
Publikation
Depotech (2010) (November 2010)
Verkaufspreis
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