Ressource Tunnelausbruch
In einem von der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und namhaften Auftraggebern und Baufirmen des österreichischen Kraftwerks- und Tunnelbaus unterstützten Forschungsprojekt „Recycling von Tunnelausbruchmaterial“ wird die mögliche Verwertung von Ausbruchmaterial an zwölf ausgewählten österreichischen Tunnel- und Kraftwerksprojekten der Zukunft untersucht. Eine wirtschaftliche und umweltschonende Wiederverwertung soll nachgewiesen werden.
Zurzeit befinden sich in Österreich ca. 200 km Tunnel in Bau oder Planung. Das dabei anfallen-de Ausbruchmaterial wurde in der Vergangenheit hauptsächlich als Schüttmaterial verwendet oder deponiert. Gründe für die Deponierung des Ausbruchmaterials waren die für eine Verwer-tung ungeeigneten Gesteinseigenschaften oder ein zu geringer wirtschaftlicher Nutzen. Durch die Verknappung von Rohstoffreserven und den dadurch erhöhten Rohstoffpreisen besteht seit kurzem das öffentliche wie private Interesse, Ausbruchmaterial einer wirtschaftlichen, d.h. ge-winnbringenden Verwertung zuzuführen. Durchschnittlich verbraucht jede(r) Österreicher(in) in 70 Lebensjahren ca. 460 Tonnen Sand und Kies (Schönlaub 2004). Diesem hohen Bedarf steht jedoch eine Verknappung der natürli-chen Ressourcen aufgrund wachsender Flächenbeanspruchung für Bauland, Landschafts- und Grundwasserschutz gegenüber (siehe Abb. 1). Wo die Errichtung neuer Abbaugebiete noch möglich ist, werden diese zusätzlich durch immer größere Umweltauflagen erschwert. Aus die-sem Grund ist mit einer Verknappung und damit einhergehenden Erhöhung der Preise von Sand und Kies zu rechnen.
Autor(en)
Dipl.-Ing. Daniel Resch, Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.mont. Robert Galler
Contentpartner
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft
Publikation
Depotech (2010) (November 2010)
Verkaufspreis
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