Ressourcenpotenzial von ausgewählten Hausmülldeponien in Deutschland
Das Ressourcenpotenzial von Hausmülldeponien an Rohstoffen verschiedenster Art gilt in Fachkreisen als eine der zukünftigen Quellen in Westeuropa, um dem, mit weiterem Anstieg der Weltbevölkerung sich drastisch ändernden Konsummuster in den Schwellenländern und der weiteren Verknappung natürlicher Rohstoffvorkommen, zu begegnen. Zu den auf Hausmülldeponien abgelagerten Abfällen gehören alle Stofffraktionen, wie sie auch heute in Getrenntsammelsystemen anfallen. Hierbei ist zu beachten, dass sich die unter-schiedlichen Fraktionsanteile von Metallen, Kunststoffen, Organik, Elektronikschrott, etc. im Laufe der Nutzung in Abhängigkeit des gesellschaftlichen Konsums- und Produktionsverhaltens geändert haben. Der deponiespezifische Rohstoff- sowie Energiegehalt also der „Nährstoffwert“ einer Deponie ist jedoch bislang unbekannt.
Zudem liefern konkrete Untersuchungen der badenwürtischen Kreismülldeponie Hechingen Aussagen über das reale Ressourcenpotenzial. Auch hier hat sich gezeigt, dass derzeit die Kosten des Rückbaus über den Erlösen aus der Sekundärrohstoffvermarktung liegen.