Die vermeidbare Energiekrise
Innerhalb der nächsten 15 Jahre droht mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eine Energiekrise. Die Wahrscheinlichkeit des Eintretens einer solchen Krise wird umso größer, je länger eine Energiepolitik fortgesetzt wird, die überwiegend auf den Erfahrungen der Vergangenheit beruht. Eine Energiekrise kann vermieden werden, wenn die Energieversorgung rasch und umfassend auf erneuerbare Energiequellen und verbesserte Effizienz umgestellt wird. Dies kann nur gelingen, wenn buchstäblich alle – die Politik, die Wissenschaft, die Wirtschaft, die Zivilgesellschaft – dazu beitragen.
Innerhalb der kommenden 15 Jahre droht unserer Gesellschaft eine Energiekrise, die sich darin manifestieren könnte, dass es zu exorbitanten Preissteigerungen bei fossilen Energieträgern verbunden mit Lieferengpässen kommt, die die wirtschaftlichen Tätigkeiten und das tägliche Leben massiv stören (Kopetz 2010). Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer derartigen Krise kommt, ist momentan noch gering. Ob die Wahrscheinlichkeit des Eintretens einer solchen Krise größer oder kleiner wird, hängt entscheidend von der Energiepolitik der kommenden Jahre ab.
1.1 Warum droht eine Energiekrise? In der Energiewirtschaft sind riesige Kapitalmengen gebunden. Das zeigt ein Blick auf das moderne Energiesystem, das drei Teilbereiche umfasst: erstens die Bereitstellung von primären Energieträgern wie Öl, Gas, Kohle, Uran, Biomasse, zweitens die Umwandlung dieser Energieträger in benötigte Energieformen wie Strom, Wärme oder Treibstoffe und drittens die Verwendung dieser Energien durch die Endverbraucher, seien es Betriebe, Haushalte oder öffentliche Einrichtungen.
Autor(en)
H. Kopetz
Contentpartner
© Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft
Publikation
Depotech (2010) (November 2010)
Verkaufspreis
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