Experimentelle und analytische Untersuchungen zu passiven Komponenten des KERENATM-Konzeptes im Versuchsstand INKA

Im April 2008 unterzeichneten der Energieversorger E.ON und der Hersteller AREVA eine Kooperationsvereinbarung über die Zusammenarbeit beim Bau neuer Kernkraftwerke und bei Weiterentwicklungen im Bereich der Kernkraftwerkstechnik. Weiterhin vereinbarten beide Parteien im November 2008 in einem Memorandum die gemeinsame Weiterentwicklung des Siedewasserreaktors KERENATM (vormals SWR1000) bis zur endgültigen Marktreife.

Das gemeinsame Ziel beider Unternehmen ist die Fertigstellung des Basic Design bis Ende 2010/Anfang 2011, so dass ein Genehmigungsverfahren gestartet und nachfolgend eine Baugenehmigung beantragt werden kann. Das Konzept ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung der seit Jahren in Gundremmingen bewährten (deutschen) Siedewassertechnologie Baulinie 72. Die klare Anlagenstrukturierung mit Kombination von betriebserprobten aktiven Sicherheitssystemen mit neu hinzugekommenen passiven Sicherheitssystemen setzt die Forderungen der Defense in Depth-Philsophie konsequent um. Damit sollen folgende wichtige Sicherheitsaspekte erfüllt werden [1]: - weitere Reduzierung der Kernschadenshäufigkeit, - Kontrolle eines postulierten Kernschmelzunfalls durch Rückhaltung der Schmelze im Reaktordruckbehälter ohne aktive Notfallmaßnahmen, - Einführung passiver Systeme (Prinzip der Diversität und Redundanz) und - lange Karenzzeiten für ein Eingreifen des Wartenpersonals (> 3 Tage).
Autor(en)
Dr.-Ing. Hans-Georg Willschütz, Frank Diercks, Dr. Stephan Leyer, Dr.-Ing. Anne Krüssenberg, Dr.-Ing. Frank Schäfer
Contentpartner
© TU Dresden, Institut für Energietechnik
Publikation
Sichere und nachhaltige Energieversorgung - 2010 (Oktober 2010)
Verkaufspreis
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