Optimierung und Nachrüstung von MBA-Anlagen in der Praxis

Derzeit sind in Deutschland 46 MBA-Anlagen mit einer Kapazität von ca. 5,5 bis 6 Mio. Mg in Betrieb und in diesen werden ca. 25 % der anfallenden Siedlungsabfälle mechanisch-biologisch behandelt. Die realisierten Verfahrenskonzepte sind sehr unterschiedlich und nur schwer vergleichbar. Grundsätzlich lassen sich vor dem Hintergrund der rechtlichen Rahmenbedingungen, das sind primär die Anforderungen der AbfAblV und die 30. BImSchV, zwei Extremvarianten unterscheiden.

In Deutschland werden derzeit 46 MBA-Anlagen und etwa 20 MA-Anlagen mit einer Gesamtkapazität von rund 8 Mio. Mg betrieben. Die meisten Anlagen verfügen über mehr als fünf Jahre Betriebserfahrungen und haben sich inzwischen zu einer wichtigen Säule in der Abfallwirtschaft entwickelt. Trotzdem gibt es noch Möglichkeiten zur Optimierung und im vorliegenden Beitrag werden die aktuellen Entwicklungen in den Bereichen Anlageninput, mechanische Aufbereitung, biologische Behandlung, Abluftreinigung, Reststoffe sowie die Themen Energieeffizienz, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit erläutert. Auf dieser technologischen Basis wird die MBA als umweltverträgliche integrierende Option der Abfallbehandlung, insbesondere im internationalen Bereich, künftig weiter an Bedeutung gewinnen.
Autor(en)
Prof. Dr. Michael Nelles, Dr. Gert Morscheck, Dr.-Ing. Abdallah Nassour, Dr. Andrea Schüch
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
22. Kasseler Abfall- und Bioenergieforum (2010) (April 2010)
Verkaufspreis
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