Smart Metering – Vergleich der aktuellen europäischen Konzepte

Smart Metering ist zu einem wichtigen Thema in den Ländern der europäischen Union geworden. Den Anstoß dafür lieferte das Europäische Parlament und der Rat mit der Richtlinie 2006/32/EG über Endenergieeffizienz und Energiedienstleistungen [1]. In dieser Richtlinie wird gefordert, dass die Kunden Zähler erhalten, „die den tatsächlichen Energieverbrauch des Endkunden und die tatsächliche Nutzungszeit widerspiegeln“. Die Umsetzung dieser Richtlinie in nationales Recht der entsprechenden Mitgliedsstaaten fällt jedoch durchaus unterschiedlich aus. Dieses ist ein Grund für die voneinander abweichenden Konzepte, die in den jeweiligen Mitgliedsstaaten der EU verfolgt werden.

Es existieren eine ganze Reihe von Gründen, warum sich die „Smart Metering“-Konzepte in Europa unterscheiden. So macht es einen großen Unterschied, ob für die Übertragung der Messdaten aus Wasser-, Wärme- und Gaszählern, die üblicherweise von einer Batterie versorgt werden, die Infrastruktur verwendet werden kann, die für die Elektrizitätszähler verwendet wird oder ob eine eigene Kommunikationsumgebung hierfür geschaff en werden muss. Elektrizitätszähler haben den entscheidenden Vorteil, dass sie die für die Fernübertragung notwendige Energie einfach aus dem Netz entnehmen können. Darüber hinaus bieten sich mit GPRS und PLC zwei verschiedene Kommunikationswege für die Fernkommunikation an. Auch die Zählerdichte, also die Anzahl auszulesender Zähler pro Fläche spielt eine wichtige Rolle bei der Auswahl des richtigen Konzepts. Diese sowie weitere Randbedingungen führen zu unterschiedlichen technischen Lösungen bei der Einführung von Smart Metering in Europa. Exemplarisch sollen hier die Konzepte einiger ausgewählter Länder der EU miteinander verglichen werden.
Autor(en)
Dipl.-Ing. Martin Hoh
Contentpartner
© Vulkan-Verlag GmbH
Publikation
GWF Gas Erdgas 05 / 2010 (Mai 2010)
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