Saubere Brenner für Energiesparlampen
Ein großes Problem der Glasindustrie sind nach wie vor die hohen NOx-Emissionen, die aufgrund der notwendigen hohen Temperaturen beim Schmelzen von Glas auftreten. Durch die Verschärfung der Grenzwerte ab dem Jahr 2007 ist die Glasindustrie gezwungen, weitere Untersuchungen und Entwicklungen der Verbrennungssysteme von Glasschmelzwannen vorzunehmen, um die NOx-Emissionen schon bei der Entstehung zu minimieren und so teure Sekundärmaßnahmen zu vermeiden.
Im Jahr 2006 wurde erstmals eine rekuperativ beheizte Glasschmelzwanne (Unit Melter) mit neuartigen Brennersystemen ausgerüstet, die nach dem Prinzip der flammenlosen Oxidation funktionieren. Seit diesem Zeitpunkt arbeiten die so genannten GlasFLOX-Brenner, die von der Firma Hotwork International AG gefertigt wurden, störungsfrei. Die Qualität des Glases, welches zur Herstellung von Energiesparlampen verwendet wird, hat sich nicht verändert. Der Energieverbrauch ist gleich geblieben. Durch den Einsatz der GlasFLOX-Brenner konnten die NOx-Emissionen um ca. 45 % gesenkt werden. Damit wird es der Firma Osram GmbH ermöglicht, die geforderten Grenzwerte der TA Luft 2002, die ab Oktober letzten Jahres greifen, ohne weitere Sekundärmaßnahmen, einzuhalten. Der nachfolgende Beitrag gibt einen kurzen Überblick über die Entwicklungsschritte und die dabei auftretenden Probleme. Des Weiteren wird über die Betriebserfahrungen mit den Brennern, die seit 4 Jahren problemlos im Einsatz sind, berichtet.
Autor(en)
Dr.-Ing. Anne Giese, Dr.-Ing. Reiner Mackh, Benjamin Köster
Contentpartner
© Vulkan-Verlag GmbH
Publikation
GWF Gas Erdgas 06 / 2010 (Mai 2010)
Verkaufspreis
im BASIC-Abonnement enthalten