Sekundärrohstoffe - ein volatiles Gebilde?

Aufgaben und Selbstverständnis der Siedlungs- und Abfallwirtschaft in Deutschland haben sich wie kaum eine andere Branche im Laufe der Jahrzehnte einem ständigen Wandel unterzogen. Die Branche stellt sich heute als eine wichtige Industrie mit ausgeprägten Wertschöpfungsketten dar, bei der die moderne Rohstoffwirtschaft im Vordergrund steht. Insbesondere die kleinen und mittelständischen Unternehmen haben sich dabei als Schrittmacher einer Philosophie bewiesen, die den Fokus auf die Verwertung der Wertstoffe im Gegensatz zur reinen Abfallbeseitigung legt.

Die Anwendung innovativer Technologien führt so zu immer besseren und kostengünstigeren Sammel- und Recyclingmethoden, mit dem Ziel, die im Abfall enthaltenen Ressourcen stofflich zu verwerten oder die gebundenen Energieinhalte zu nutzen. Die gegenwärtige Preis- und Nachfragesituation darf nicht den Blick für die mittel- und langfristige Entwicklung verstellen: Sekundärrohstoffe ersetzen die immer knapper werdenden Primärrohstoffe, sind in der Beschaffung potentiell kostengünstiger und verringern den Energieeinsatz in der Produktion signifikant. Die Gewinnung von Sekundärrohstoffen trägt entscheidend zur Schonung der schnell schrumpfenden Rohstoffressourcen unseres Planeten bei und leistet einen gewichtigen Beitrag zur weltweiten Verminderung von Treibhausgasen.
Autor(en)
Eric Rehbock
Contentpartner
© Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft
Publikation
87. Abfallwirtschaftliches Kolloquium (November 2009)
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