Nachhaltigkeit beginnt beim Design!

Der Begriff Design gehört heute zum Alltagswortschatz quer durch alle Produktions- und Dienstleistungsbranchen. Das reicht vom Produktdesign über das Verpackungsdesign, das Prozessdesign, das Kommunikationsdesign bis hin zum Hairdesign, zum Pizzadesign oder zum Interfacedesign. Dennoch tun wir uns bei Wilkhahn noch immer schwer im Umgang damit.

Mit dem eingedeutschten Wort Design wird etwas assoziiert, was im angelsächsischen Sprachgebrauch gar nicht enthalten ist: Design klingt hierzulande nach etwas Besonderem, Wertvollem, Gutem. Deshalb wird er eingesetzt, wo immer es gilt, Leistungen oder Produkte zumindest verbal aus der Banalität des Alltäglichen hervorzuheben, unabhängig davon, ob es sich tatsächlich um Hervorhebenswertes handelt. Nun wäre es töricht gegen den Strom des üblichen Sprachgebrauchs zu schwimmen, wenn darauf Wert gelegt wird, verstanden zu werden. So gebrauchen also auch wir in diesem Beitrag das Wort Design, allerdings hiermit ausdrücklich darauf hinweisend, dass damit eine völlig wertneutrale Bedeutung im Sinne von «Gestaltung» verknüpft ist. Das bedeutet aber auch, dass damit nicht nur die sichtbare Gestaltung der Oberfläche gemeint ist, sondern das gesamte Produkt... Ganz ähnlich wie mit dem Design- Begriff verhält es sich mit der «Nachhaltigkeit». Mittlerweile wird alles, was in irgendeiner Weise den Anspruch erhebt, dauerhaft und zukunftsfähig zu sein, mit dem Attribut «nachhaltig» belegt. Ein Begriff, der alles meint, sagt aber nichts mehr aus.
Autor(en)
Burkhard Remmers
Contentpartner
© Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft
Publikation
AbfallTag 2006 (Juni 2006)
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