5. Novelle der Verpackungsverordnung – Stand und Perspektiven der Verpackungsverwertung aus Sicht des BMU
Kaum eine abfallwirtschaftliche Regelung steht über Jahrzehnte so im Fo-kus öffentlicher Debatten wie die Verpackungsverordnung. Sie gilt als Proto-typ der Produktverantwortung in Deutschland. Europaweit, ja sogar weltweit gab sie – als „Töpfer-decree“ bekannt – Anstoß für die Verbreitung der Phi-losophie einer „Extended Producer Responsibility“, für die EU-Verpackungs-Richtlinie sowie für die Einführung der Kreislaufwirtschaft bei Verpackungen und darüber hinaus. Zugleich gab sie aber auch Anstoß zu Grundsatzdebat-ten um Abfallwirtschaft und Wettbewerb, wurde Streitfeld zahlreicher Parti-kularinteressen sowie Zankapfel gesellschaftlicher Gruppierungen.
Das vom Veranstalter des 8. Würzburger Verpackungsforums gewählte Un-terthema „Verpackungsverwertung zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ reizt zu einer umfassenden Analyse der Entwicklung von Anfang 1990 bis in die Gegenwart. Doch weder das aufgetragene Thema, noch das verfügbare zeitliche bzw. seitliche Limit, noch das gebotene Forum bieten den dazu ausreichenden Rahmen. Deshalb hier nur einige Thesen: - die Verpackungsverordnung ist „driver“ für −die abfallpolitische Entwicklung in Deutschland, in der EU und weltweit −Auf- und Ausbau von Kapazitäten bei Sammlung, Sortierung und Recycling von Verpackungen −technologische Fortschritte bei Sammlung, Sortierung und Recyc-ling −die positive Entwicklung der Arbeitsplätze in der Entsorgungswirt-schaft −die gestärkte Umweltschutzsensibilisierung von Bürgern und Bür-gerinnen
Autor(en)
MinDir Dr. Thomas Rummler
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
8. Würzburger Verpackungsforum (2009) (Oktober 2009)
Verkaufspreis
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