Kompost-Pricing – Preisentwicklung und Preisdurchsetzung bei Komposten für die Landwirtschaft

Die Preisbildung auf den landwirtschaftlichen Kompostmärkten bekommt zunehmende Bedeutung. Im Vergleich zum Nutzwert, der im Kompost enthaltenen Pflanzennährstoffe, ist der Preis zu niedrig. Der Abstand zwischen Nutzwert und Verkaufspreis ist in den letzten Jahren größer geworden. Die Kompostwirtschaft muss nun für die überfälligen Preisanpassungen sorgen. Die Preisbildung ist aktiv und strategisch vorzunehmen. Preiskalkulation, Preisdifferenzierung, Preisvariation und Preislinienpolitik sind Bestandteile erfolgreicher Preisdurchsetzung.

Wir müssen die Zeichen der Zeit erkennen und die Wende zur Rohstoffwirtschaft machen. Organische Stoffkreisläufe sind auch aus eigener Kraft, also aus sich heraus lebensfähig. Wir müssen die Zeichen der Zeit erkennen und die Wende zur Rohstoffwirtschaft machen. Der Staat hat erst die Kompostierung ermöglicht, jetzt zieht er sich als Dirigent zurück. Momentan entstehen Bruchlinien, die man später staunend betasten wird: „Ach, hier, der Haarriss, damals begann es.“ Organische Stoffkreisläufe sind auch aus eigener Kraft, also aus sich heraus lebensfähig. Mit 50 % Marktanteil ist die Landwirtschaft nach wie vor der mengenmäßig bedeutendste Abnehmer von Kompost. Aufgrund von Preisanstiegen für Mineraldünger hat die Nachfrage der Landwirtschaft nach alternativen Düngemitteln wie Kompost deutlich zugenommen. Hinzu kommen positive Erfahrungen, die die Landwirtschaft mit den eingesetzten Komposten im Hinblick auf die Humuspflege der Böden macht. Nutzen und Erfolge der organischen Düngung haben sich in der Landwirtschaft herumgesprochen. Die Nachfrage nach Kompost ist inzwischen deutlich höher als das Angebot.
Autor(en)
Johannes Fröhlich
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
21. Kasseler Abfall- und Bioenergieforum (2009) (April 2009)
Verkaufspreis
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