Gezeitenkraftwerke am Beispiel des Sihwa-Kraftwerks-Projektes
Gezeitenkraftwerke nutzen die Wasserspiegeldifferenzen zwischen Ebbe und Flut. Am Beispiel des derzeit im Bau befindlichen Sihwa-Kraftwerkes in Südkorea wird gezeigt, welche Herausforderungen an die Technik bei einem derartigen Kraftwerk gestellt und wie diese heute gelöst werden.
Obwohl es auf der Welt nur sehr wenige Beispiele für Gezeitenkraftwerke gibt, zeigt La Rance durch seine mehr als 40 Jahre dauernde erfolgreiche Laufzeit, dass auch große Kraftwerke zuverlässig betrieben werden können. Obwohl der Aufbau von Gezeitenkraftwerken sich im Wesentlichen sehr stark an die bereits erprobten Flusskraftwerke anlehnt, gibt es einige Besonderheiten für diesen Anlagentyp:
- sehr niedrige Fallhöhen mit starker Fallhöhenänderung,
- hohe Durchflüsse,
- ständiges Regeln wegen der Fallhöhenänderung,
- freier, entgegen gesetzter Durchfluss durch die Maschine im Schleusenbetrieb,
- große Anzahl an Anfahr-und Abschaltvorgängen, normalerweise je zwei pro Tag, - korrosive Salzwasserumgebung.
Autor(en)
Peter Grafenberger
Contentpartner
© Springer Vieweg
Publikation
WasserWirtschaft 03 / 2009 (April 2009)
Verkaufspreis
€ 10,00