Integriertes Küsten- und Meereszonenmanagement – IKZM

In dem Küstengebieten innewohnenden, überaus komplexen und wechselseitigen Netz von Ursache-Wirkung bedarf es eines integrativen Verwaltungskonzepts, welches die land- und seewärts gelegenen Teile der Küstenräume gleichermaßen einbezieht. Die vielfältigen und überwiegend miteinander konkurrierenden Nutzungsansprüche in den Küstengebieten müssen miteinander koordiniert werden und dem Prinzip der Nachhaltigkeit folgen, wofür die Figur des integrierten Küstenzonenmanagements entwickelt wurde. In der jüngeren ergangenheit ist die Figur zunehmend als integriertes Küsten- und Meereszonenmanagement bezeichnet worden, eine begriffliche Erweiterung, die den Gegenstand zutreffender beschreibt.

Im Ergebnis wird in einem IKZM eine Strategie für die nachhaltige Nutzung, Entwicklung und den Schutz der natürlichen, sozialen, kulturellen und institutionellen Ressourcen unter Akzeptanz der natürlichen Rahmenbedingungen mit dem Ziel einer dauerhaft umweltgerechten Entwicklung der marinen Gebiete entworfen und durchgesetzt. 99 Das IKZM ist seinem Wesen nach multidisziplinär und muss sowohl die inhaltlichen Vorgaben für die Entwicklung der Küstengebiete als auch eine Palette der hierfür notwendigen, effektiven Umsetzungsinstrumente liefern. Sein Sinn und Zweck verlangen nach einer ökosystemschutzbezogenen Ausrichtung, die durch die Etablierung von Leitplanken für menschliche Vorhaben zu wahren ist. Diese Prinzipien sind gleichermaßen auf den Aspekt der Gewässerbewirtschaftung anzuwenden.
Autor(en)
Dr. Nina Dieckmann
Contentpartner
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH
Publikation
EurUp 01 / 2009 (April 2009)
Verkaufspreis
€ 32,00