Erfahrungen mit der Biogasaufbereitung und -einspeisung ins Erdgasnetz – Druckwechseladsorption am Beispiel der Biogasanlage Schwandorf

Nachdem Biogas in Deutschland mehrere Jahre bedeutende Wachstumsraten aufweisen konnte, trübte sich ab Ende 2006 die Situation der Biogasbranche ein. Die Unsicherheiten über die weitere Entwicklung des EEG und die dramatischen Preissteigerungen für landwirtschaftliche Produkte führten zu einem deutlichen Auftragseinbruch der Anlagenhersteller.

Gegenüber der heute in Deutschland üblichen Direktverstromung von Biogas bietet die Aufbereitung auf Erdgasqualität und Einspeisung ins Erdgasnetz oft erhebliche Effizienzvorteile. Dieser Weg wird durch die E.ON Bioerdgas GmbH durch den Bau mehrerer Bioerdgasanlagen beschritten. Die bisher größte Anlage wurde in Schwandorf in Bayern gebaut. Zur Aufbereitung des Biogases wird das Verfahren der Druckwechseladsorption eingesetzt. Die erste Biogaseinspeisung ins Erdgasnetz erfolgte im Februar 2008. Seit Sommer 2008 läuft die Anlage in Volllast und erreicht problemlos die geforderte Gasqualität, so dass pro Stunde 1.000 m³ Bioerdgas ins Gasnetz eingespeist werden.
Autor(en)
Dr. Claus Bonsen
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
Biomasse-Forum (2008) (Dezember 2008)
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