Biogaserzeugung, Biogasaufbereitung mit der Druckwasserwäsche, Bioerdgaseinspeisung und räumlich getrennte KWK-Verstromung: ein Praxisbeispiel der Biogasanlage Darmstadt-Wixhausen
Die fortschreitende Klimaveränderung und die Endlichkeit fossiler Primärenergien bedingen die Notwendigkeit, den Anteil erneuerbarer Energien zur Bereitstellung von Endenergie deutlich zu erhöhen. Dies ist sowohl auf europäischer als auch auf bundesdeutscher Ebene erklärtes Ziel, das sich in entsprechenden rechtlichen Regelungen (EEG, EEWärmeG) niederschlägt. Um dieses Ziel jedoch auch zu erreichen, bedarf es der Anstrengung aller.
Biogas kann einen wesentlichen Beitrag zur auf regenerativen Energien basierenden Energieversorgung der Zukunft leisten. Vorteilhaft sind dabei insbesondere die ökologische Bilanz und die Planbarkeit der Nutzung. Die Biogaserzeugung ist heute Stand der Technik und in vielen Anwendungsfällen erprobt. Im Bereich der Aufbereitung und Einspeisung als Zusatzgas hat das beschriebene Projekt Biogasanlage Darmstadt-Wixhausen Pilotcharakter. Da die Kosten für LPG-Zugabe oder Gasqualitätsmessung oft die Wirtschaftlichkeit kleiner Anlagen gefährden, wurden Lösungsansätze zur Vermeidung dieser Kosten aufgezeigt. Durch die räumlich getrennte Verstromung des eingespeisten Biogases im KWK-Prozess gelingt eine deutliche Optimierung des Gesamtnutzungsgrades. Dadurch können ca. 1.300 Haushalte mit Strom und 500 mit Wärme versorgt werden. Im Vergleich zu einer erdgasbasierten Versorgung werden dadurch jährlich 3.500 Tonnen CO2 vermieden.
Autor(en)
Michael Schlegel, Dr. Henning Prüß, Thomas Schattner
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
Biomasse-Forum (2008) (Dezember 2008)
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