Potenziale zur Optimierung der stofflichen und energetischen Biomasseverwertung in der Region Hannover

Im Rahmen der aktuellen Klimaschutzdiskussion wird über Konzepte einer effizienteren Verwertung von organischen Abfällen nachgedacht. Durch die Bioabfall- und Grüngutverwertung zu Kompost werden Nährstoffkreisläufe mit der Rückführung von Kompost auf landwirtschaftlich und gartenbaulich genutzte Flächen geschlossen. Diese Nährstoffrückführung senkt den Bedarf an mineralischen Düngern (insbesondere Phosphor und Kali), die unter hohem energetischem Aufwand produziert werden. Dieser Umstand sollte in der aktuellen Diskussion nicht unberücksichtigt bleiben.

Die weitergehende Aufbereitung von Gärprodukten ist ein vieldiskutierter Weg für die Erzeugung neuer Düngemittel. Diese Düngemittel können in andere Absatzbereiche mit günstiger Erlössituation vermarktet werden. Bei der Vermarktung dieser Veredelungsprodukte müssen aber weiterhin die Vorgaben des Düngemittelrechts, der Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsverordnung und bei Einsatz von Bioabfällen, die Vorgaben der BioAbfV beachtet werden. Weiterverarbeitungsprodukte verlieren nicht automatisch ihre Abfalleigenschaften. Über eine Gütesicherung kann aber ihr Produktcharakter deutlich hervorgehoben werden.
Autor(en)
Dr.-Ing. Martin Idelmann
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
Biomasse-Forum (2008) (Dezember 2008)
Verkaufspreis
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