Überwachung rund um die Uhr - Brandvermeidung im Müllbunker

Während der Lagerung ist der Abfall in den Müllbunkern von Müllverbrennungsanlagen potenziell entflammbar: Selbstentzündung, Wärmeentwicklung aufgrund von Druck, spontane chemische Reaktionen zwischen den gelagerten Stoffen und Entstehung von Methangas sind potenzielle Brandursachen.

(04.05.07) Infrarotkameras haben die Fähigkeit zur Erkennung und Darstellung sich bildender heißer Stellen durch Rauch und Staub hindurch, messen und zeigen Temperaturen an, überwachen festgelegte Bereiche und lösen bei Überschreitung eines Temperaturschwellwerts Alarm aus. Die fest installierte Kamera ThermoVision A40-M von FLIR Systems bietet einen Spektralbereich von 7,5 bis 13 µm. Ihr ungekühlter Mikrobolometer-Detektor mit einer Auflösung von 320x240 Pixeln liefert scharfe Infrarotbilder. Die schwenkbar montierte Kamera kann eine Fläche von bis zu 2.000 Quadratmetern überwachen. Das System erkennt im Temperaturbereich -40 °C bis +500 °C Temperaturunterschiede von 0,08 °C und bietet Bildwiederholraten von 50/60 Hz (Echtzeit). Die Kamera registriert die Oberflächentemperatur des Abfalls und vergleicht sie mit der festgelegten Grenztemperatur. Die Fläche des Bunkers wird in Zonen eingeteilt; die Kamera überprüft eine Zone nach der anderen, und ihr FireWire-Ausgang sendet Temperaturdaten und Infrarotbilder in Echtzeit auf den Überwachungsbildschirm des Kranführers. Er kann rechtzeitig reagiern und den betroffenen Müll umschichten bzw. in den Ofen transportieren. Unternehmen, Behörden + Verbände: Flir Autorenhinweis: Peter Smorscek und Frank Liebelt
Autor(en)
Peter Smorscek, Frank Liebelt
Contentpartner
© Deutscher Fachverlag (DFV)
Publikation
Entsorga 03 / 2007 (Mai 2007)
Verkaufspreis
im BASIC-Abonnement enthalten