Wetterauer Modell – 20 Jahre Erfahrung mit der landwirtschaftlichen Verwertung von gütegesichertem Klärschlamm

Die landwirtschaftliche Klärschlammverwertung unterliegt schon seit Jahren einer kontroversen Diskussion. Viele betrachten Klärschlamm eher als Abfall und weniger als Dünger, da er Stoffe enthält, die nicht unbedingt in der Landwirtschaft erwünscht sind. Es bestehen Ängste, dass durch eine verbesserte Analytik und einhergehender Absenkung der Grenzwerte eine Belastung von Böden und Ernteprodukten zustande kommen kann. Landwirte befürchten einen Wertverlust ihrer Böden und die Nahrungsmittelindustrie sowohl Imageverluste als auch wirtschaftliche Schäden.

Die Qualitätssicherung in der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung leistet einen wichtigen Beitrag diesen sinnvollen Verwertungsweg auch für die Zukunft neben anderen Wegen offenzuhalten. Am Beispiel des „Wetterauer Modells" wird eine Möglichkeit zur Qualitätssicherung aufgezeigt. Die Qualitätssicherung wurde im Laufe von 20 Jahren so weit verfeinert, dass sie in der Lage ist schnell auf aktuelle Ereignisse zu reagieren. Gleichzeitig sollen aus dieser Erfahrung heraus Vorschläge zur Novellierung der Klärschlammverordnung gegeben werden.
Autor(en)
Dipl.-Ing.agr. Rainer Wagner
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
20. Kasseler Abfallforum (2008) (April 2008)
Verkaufspreis
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