Ungeliebte Hypothek - Gescheiterte Asbest-Entsorgung kommt für den Steuerzahler teuer
Nach einer Asbest-Gebäudesanierung müssen Bauschutt und aufgesaugte Fasern transportiert und entsorgt werden. In der Regel heißt das Deponierung. Schon vor einigen Jahren versuchte sich ein privates Unternehmen an einem alternativen Verfahren. Dieses ist kläglich gescheitert. Zurück geblieben ist tonnenweise Sondermüll, der auf Kosten des Steuerzahlers entsorgt werden muss. Ein Lehrstück umwelttechnischer Inkompetenz.
(02.05.08) Es herrscht Idylle am Rheinufer bei Hockenheim südlich von Mannheim. Landschaftsschutzgebiet. Keine brüllenden Formel 1-Boliden. Sie drehen ihre Runden auf der anderen Seite der Spargel-Gemeinde im Rhein-Neckar-Kreis. Hier zwitschern die Vögel und plätschert der Rhein. Doch das ist für Umweltskandale nicht ganz unüblich. Der Lärm spielt sich meist in Amtsstuben, in Gerichts- und Gemeinderatssälen ab. Es geht um fest gebundene Asbestfasern, die in Form von Bauschutt tonnenweise auf einem maroden, kaum gesicherten Werksgelände am Rheinufer auf die Weiterverarbeitung warten. 24.500 Tonnen sind es, die illegal hier lagern; genehmigt war die Fläche für gerade mal je 1000 Tonnen für ein Eingangs- und ein Ausgangslager für asbesthaltigen Bauschutt, der hier verwertet werden sollte... Unternehmen, Behörden + Verbände: SV Sparkassen-Versicherung, Hockenheim, Arcadis Consult GmbH Autorenhinweis: Martin Boeckh
Foto: M. Boeckh
Foto: M. Boeckh
Autor(en)
Martin Boeckh
Contentpartner
© Deutscher Fachverlag (DFV)
Publikation
Entsorga 03 / 2008 (Mai 2008)
Verkaufspreis
im BASIC-Abonnement enthalten