Gärresteaufbereitung – Ein innovatives Konzept in der Praxis

Bei der Vergärung von Gülle, nachwachsenden Rohstoffen (NawaRo) oder auch industriellen Substraten zu Biogas fallen Gärreste an. Die Gärreste aus landwirtschaftlicher Herkunft werden heute zur Nutzung als Dünger überwiegend auf die landwirtschaftlichen Nutzflächen ausgebracht. Gesetzliche Bestimmungen schränken die Möglichkeiten der Ausbringung in der Landwirtschaft allerdings zeitlich und mengenmäßig ein. In der industriellen Biogasgewinnung aus NawaRo wie auch in viehreichen Landstrichen ist eine Zuordnung von landwirtschaftlichen Flächen zur Verbringung der Gärreste wirtschaftlich praktisch nicht mehr möglich. In der Biogasgewinnung aus biogenen Abfällen gibt es zusätzliche Einschränkungen.

Verschiedene Verfahren erlauben, die Wirtschaftlichkeit einer Biogasanlage durch Volumenreduzierung der Gärreste zu verbessern. Der Schwerpunkt der Betrachtung liegt auf den Betriebserfahrungen mit mikrofiltrationsgestützten Membranverfahren. Dieses Verfahren erlaubt betriebssicher und zu günstigen Kosten zu produzieren. Die Wirtschaftlichkeit dieses Verfahrenstyps wird erläutert und die Einflussfaktoren auf die Betriebskosten werden erläutert. Es eröffnet für neue Projekte, Erweiterungsprojekte aber auch für große Altanlagen in nährstoffreichen Gebieten, Kompostierungsanlagen und abfallgespeisten Anlagen zusätzliche Möglichkeiten zur Kostensenkung und damit Verbesserung der Wirtschaftlichkeit der Biogasanlagen.
Autor(en)
Dr. Ulf Kürschner
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
20. Kasseler Abfallforum (2008) (April 2008)
Verkaufspreis
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