Stand und Perspektiven der energetischen Nutzung von fester Biomasse in Deutschland

Die aktuelle Energieversorgung weltweit und in Deutschland stützt sich derzeit zu ca. 90 % auf fossile Energieträger (Welt 2003: 87 % [28, 29], Deutschland 2006: 94 % [12]), was aufgrund der Ressourcenendlichkeit und des durch den CO2-Ausstoß verursachten Klimawandels nicht aufrechterhalten werden kann. Die Energieversorgungsstruktur unterliegt derzeit aber auch aufgrund der Liberalisierung des Energiemarktes und der Verfügbarkeit neuer Technologien einem raschen Wandel [19].

Der Anteil der Biomasse an der Energiebereitstellung aus erneuerbaren Energien beträgt derzeit rund 70 %. Das technische Potenzial bis zum Jahr 2030 wird auf ca. 10 bis 15 % des Primärenergieverbrauchs geschätzt. Die umfassende energetische Nutzung der biogenen Abfälle und Reststoffe kann einen wichtigen Beitrag leisten, dieses Potenzial zu erschließen. Für die energetische Nutzung fester Biomasse stehen diverse Aufbereitungs- und Umwandlungsverfahren zur Verfügung, wodurch feste, flüssige oder gasförmige Energieträger gewonnen werden können. Im Zuge der allgemeinen Verteuerung von Energierohstoffen werden Verfahren zur Bereitstellung hochwertiger Energieträger bei hoher Flächeneffizienz die zukünftige Nutzung fester Biomasse bestimmen.
Autor(en)
Prof. Dr. Michael Nelles, Dipl.-Ing. Nils Engler, Dr. Andrea Schüch
Contentpartner
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH
Publikation
20. Kasseler Abfallforum (2008) (April 2008)
Verkaufspreis
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