Organisierte Dauer-Krise - Müll-Chaos in Neapel

Seit über zehn Jahren hangelt sich Süditalien von einer Abfall-Krise zur nächsten, von einem Notfall-Plan zum nächsten. Ohne Erfolg. Jetzt drängt die EU-Kommission auf eine rasche Lösung.

(25.02.08) (Noch-)Ministerpräsident Romano Prodi nennt es ein „Schande für Italien“. Für Staatpräsident Giorgio Napolitano ist es „gemeinschaftliche Verantwortungslosigkeit“. Seit kurz vor Weihnachten wird in Neapel (Region Kampanien) kein Hausmüll mehr ordnungsgemäß abgefahren. In den Straßen der drittgrößten Stadt Italiens (1 Mio. Einwohner) stapeln sich geschätzte 2.000 Tonnen Hausmüll. In den umliegenden Gemeinden bleiben über 100.000 Tonnen Abfall liegen. Aufgebrachte Bürger errichten Barrikaden und liefern sich Straßenschlachten mit der Polizei, um die Wiedereröffnung einer vor Jahren stillgelegten Deponie zu verhindern. Hier entlädt sich, was sich durch jahrelanges Missmanagement aufgestaut hat. Unternehmen, Behörden + Verbände: Autorenhinweis: Heinz-Wilhelm Simon, Berlin
Autor(en)
Heinz-Wilhelm Simon
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© Deutscher Fachverlag (DFV)
Publikation
Entsorga 01 / 2008 (Februar 2008)
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