Risikoabschätzung mit der neuen VDI 2180
Für Betriebsbereiche im Sinne der Störfallverordnung und andere sicherheitstechnisch relevante Bereiche werden mit der VDI 2180 erstmalig in Deutschland probabilistische Methoden zur Risikoabschätzung verbindlich gemacht. Die parallele Anwendung von probabilistischen neben den bislang verwendeten deterministischen Methoden zur allgemeinen Risikoabschätzung von Prozessanlagen wird erheblich zur Erhöhung der Anlagensicherheit beitragen.
Mit der Veröffentlichung der DIN EN 61508 VDE 0803 im Februar 2002 wurde ein Paradigmenwechsel bei der Klassifizierung von Schutzeinrichtungen der Prozessleittechnik (PLT) eingeleitet. Er fand seine Fortsetzung in der an die Prozessindustrie gerichteten Norm DIN EN 61511 VDE 810 (05/2005) und findet seinen Abschluss in der seit April 2007 vorliegenden novellierten VDI 2180. Die Grundlagen zur Klassifizierung von PLTSchutzeinrichtungen wurden ursprünglich mit den Normen VDI 2180 vom Dezember 1998, der NamurEmpfehlung NE 031 und der Vornorm DIN V 19250 gelegt. Die bisherige VDI 2180 legte ferner die Anforderungen an Planung, Ausführung, Wartung und Instandhaltung sowie Fehlervermeidung und beherrschung von PLTSchutzeinrichtungen fest. Wesentliches Merkmal der Risikoabschätzung und der sich daraus ableitenden Klassifizierung von PLTSchutzeinrichtungen war eine deterministische Vorgehensweise.
Autor(en)
Dipl.-Ing. Helmut Wolfanger
Contentpartner
© Springer Vieweg
Publikation
Wasser und Abfall 01 / 2008 (Januar 2008)
Verkaufspreis
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