Das neue Verbraucherinformationsgesetz im Überblick

Die in den letzten Jahren öffentlich gewordenen Regelverstöße bei der Produktion und Lagerung von Lebensmitteln haben zu einer großen Verunsicherung der Verbraucher hinsichtlich der Lebensmittelsicherheit geführt. Insbesondere in jüngerer Zeit hat das Bekanntwerden der Fälle von Umetikettierung und Handel mit verdorbenem Fleisch die Diskussion über die Zulässigkeit und Reichweite staatlicher Produktinformationen wieder auf das heftigste entfacht.

Das Bild des flüchtigen, unkritischen und hilflosen Verbrauchers, der Vater Staats schützende und lenkende
Hand benötigt, ist überkommen und nicht mehr zeitgemäß. Vielmehr besteht der mündige und verständige Verbraucher
auf objektiv richtige Informationen über Produkte und deren Inhaltsstoffe, anhand derer er eine autonome
Kaufentscheidung treffen kann. Ziel des Gesetzes zur Neuregelung des Rechts der Verbraucherinformation ist es daher, dem informierten Verbraucher die Möglichkeit zu geben, eine eigenverantwortliche Kaufentscheidung zu treffen, um so seine Rolle als
Marktteilnehmer wahrnehmen zu können. Das Gesetz soll Lebensmittelskandalen vorbeugen bzw. diese eindämmen. Es eröffnet Verbrauchern den Zugang zu bei auskunftspflichtigen Stellen vorhandenen Informationen im Anwendungsbereich des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) und des Weingesetzes. Der Beitrag gibt einen Überblick über die Regelungen dieses Gesetzes und
stellt den vielfältigen und kontroversen Meinungsstand dazu dar.
Autor(en)
Ass. jur. Franziska Weiß
Contentpartner
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH
Publikation
StoffR 04 / 2007 (Juli 2007)
Verkaufspreis
€ 25,00