Die ärztliche Aufklärungspflicht in Österreich – ein Abriss der höchstgerichtlichen Rechtsprechung
Die höchstrichterliche Rechtsprechung in Österreich zur Haftung wegen Verletzung der ärztlichen Aufklärungspflicht ist als streng" zu bezeichnen. Naturgemäß werden von der Ärzteschaft die ihnen von der Rechtsprechung auferlegten umfassenden Aufklärungspflichten (Diagnose-, Behandlungs- und Risikoaufklärung) als im medizinischen Praxisalltag insbesondere bei Aufrechterhaltung eines Krankenanstaltenbetriebes kaum umsetzbar empfunden.
Obwohl den Autoren die Problematik der Arbeitsteilung und des Organisationsablaufes in Krankenanstalten bei den Handlungsabläufen bekannt ist, so muss doch der österreichischen Rechtsprechung auch gefolgt und diese gebilligt werden, weil nur dadurch sichergestellt ist, dass die Selbstbestimmung und die Eigenverantwortung des Patienten im höchsten Maße gewährleistet ist. Die österreichische Rechtsprechung wird auch diesen strengen" Haftungsmaßstab nicht verlassen.
Autor(en)
Dr. Iris M. Kirschner, Prof. Dr. Dr. Dr. Dieter G. Kindel
Contentpartner
© Lexxion Verlagsgesellschaft mbH
Publikation
StoffR 03 / 2007 (Juni 2007)
Verkaufspreis
€ 25,00